Kostolany-Analyse April 2017

Aktualisiert habe ich heute meine Kostolany-Analyse, die für die ganz großen Zeiträume gedacht ist.

1. Umsätze:
Bei den DAX-Umsätzen sehe ich noch keine Auffälligkeiten. Trotz stetig steigender Kurse sind die Umsätze nach wie vor nicht stark angestiegen.




2. Zinsen/Zinsentwicklung:

Die Zinsen der EZB sind schon lange auf einem absoluten Tiefpunkt. Hintergrund ist hier, dass die EZB die hoch verschuldeten Staaten unterstützt. Zum einen mit Mini-Zinsen und zum anderen mit Anleihekäufen. So jedenfalls meine Theorie.

Die Zinsen der FED sind hingegen im Dezember und erneut im März um jeweils 0,25 % gestiegen.
Bei der FED schreibe ich von Zinssteigerungen auf niedrigem Niveau, deshalb bin ich hier leider nicht ganz schlüssig, was ich empfehlen soll.
Zum einen verringert eine Zinserhöhung immer die Liquidität und ist nicht gut für die Börse.
Auf der anderen Seite sind die Zinsen historisch gesehen aber immer noch absolut niedrig. Ist da eine Erhöhung negativ?
Meine "Vermutung" ist hier, dass die Zinserhöhungen schon zu einer Korrektur führen werden. Vielleicht die Korrektur aus meiner Warnung vom 9. April, vielleicht aber auf erst eine Korrektur Ende 2017 Anfang 2018. Einen echten Crash erwarte ich aber nicht.



3. Talk of the Town:

Beim Talk of the Town geht es darum, ob "alle" bereits investiert sind oder ob die meisten Kleinanleger usw. noch an der Seitenlinie stehen.
Hintergrund ist hier, dass man sich als langfristiger Anleger von der Börse verabschieden sollte, wenn alle Zittrigen investiert sind. Ein Klassiker für mich ist hier der Neue Markt. Der Lehmann-Crash 2008 passt nicht so in diese Schema.

Aktuell sehe ich beim Talk of the Town aber keine Auffälligkeiten. Aktien und Fonds sind aus meiner Sicht nicht das Thema in vielen Gesprächen und auch die großen Printmedien widmen sich nur sporadisch dem Thema Aktien.

Aber ich meine schon, dass aktuell die Grundsteine gelegt werden. Z.B. bewerben die Banken wieder aggressiver Fondsanlagen bei den aktuellen 0%-Zinsen.



4. IPO/Neuemissionen:

Auf wenn ich aus der Presse usw. vermehrt Informationen über IPOs höre, sehe ich am IPO-Markt keine großen Bewegungen. In den letzten 12 Monaten gab es kaum Neuemissionen.
ABER es stehen natürlich sehr viele IPOs in der Pipeline, die auch irgendwann an den Markt kommen sollen. Und diese Neuemissionen werden auch kommen, aber halt noch nicht heute.




5. Aktienfonds:

Bei den Aktienfonds kann man sehr deutlich sehen, dass hier in Deutschland das Vermögen in Aktienfonds sehr stark zunimmt. Man muss bei diesem 1. Chart aber immer bedenken, dass es sich hierbei nicht um reine Mittelzuflüsse handelt. Eine Zunahme an Vermögen in Aktienfonds entsteht schon alleine durch steigende Aktienkurse.




Weltweit ist das Bild ein anderes. Aktienfonds werden weltweit, hierbei übrigens vor allem in den USA, stark verkauft.





Fazit:
Erste Überhitzungserscheinungen lassen sich meiner Meinung nach nicht mehr verleugnen. Aber eine große Markteuphorie sehe ich hier trotzdem noch nicht.
Ich bleibe weiterhin bei der Meinung, dass wir zwar in vielen Bereichen durchaus Übertreibungen haben ,aber ein Crash deshalb nicht unbedingt folgen muss.

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