Kostolany-Analyse November 2016

Nach einem halben Jahr mal wieder ein aktualisierte Kostolany-Analyse, das Herzstück meiner alten Homepages.

Umsatz-Analyse:
Nach Kostolany sind steigende Umsätze bei steigenden Kursen ein schlechtes Zeichen. Gleichzeitig sind steigende Kurse bei fallenden Kursen ein gutes Zeichen.
Aktuell sehe ich den DAX immer noch in einer langfristigen Aufwärtsbewegung, unterbrochen von einem Zwischenhoch in 2015. Das war für mich aber eher eine kurzfristige Sache.
Da die Umsätze, z.B. verglichen mit 2007/2008, noch sehr gering sind, sehe ich noch keine Übertreibung und damit das Fundament für langfristig deutlich weiter steigende Kurse.




Zinsentwicklung:

Bei historisch niedrigen beziehungsweise nicht vorhandenen Zinsen kann mein Urteil nur pro Aktien sein.


IPO / Neuemissionen:

Laut Kostolany sind viele Neuemissionen ein negatives Zeichen. Neuemissionen entziehen dem Markt die Liquidität und viele Neuemissionen sind ein Zeichen für eine Übertreibung. Neuemissionen sieht man vor allem bei hohen Kursen, da die "Verkäufer" dann die höchsten Gewinne einstreichen können.
Zudem ist es ein schlechtes Zeichen, wenn Neuemissionen nach dem Börsengang hohe Kursgewinne erzielen auch das ist ein Zeichen für eine Euphorie.

Meine Statistik der Neuemissionen laut Finanzen.net zeigt weder eine deutliche Übertreibung an noch haben neue Aktien deutliche Kursgewinne.


Meinen Chart mit internationalen Neuemissionen kann ich aktuell leider nicht fortführen. Kostenlose Quellen werden leider immer wieder gelöscht und verschwinden. Damit verschwindet für mich auch eine seriöse Vergleichbarkeit mit vorherigen Zeiträumen.


 Talk of the Town:

Nach längerer Zeit habe ich mal wieder meine Analyse der Zeitschriften-Auflagen aktualisiert. Hier werte ich frei verfügbare Daten aus dem Internet aus.

Natürlich sind Zeitschriften in Zeiten des Internets nicht mehr die Quelle Nummer 1. Aber ich erwarte bei einer Euphorie auch keine Zeitschriftenauflagen wie in 2000, aber trotzdem einen spürbaren Anstieg. Teilweise werden auch E-Magazine mit ausgewertet.

Bei den Zeitschriften sehen wir aber weiterhin deutlich abnehmende Auflagen. Somit scheinen die Kleinanleger noch nicht wieder aktiv Aktien zu kaufen.


Des weiteren gibt es beim Talk of the Town viele weiche oder gefühlte Faktoren.
Hier meine ich immer noch, dass die Börse noch längst nicht in aller Munde ist. Jedenfalls ist das Thema Aktien in meinem Bekanntenkreis noch längst kein großes Thema.
Und auch bei normalen Zeitungen/Zeitschriften gibt es kaum ausführliche optimistische Berichte über die Aktienanlage.

Zur Erklärung des Talk of the Town:
Wenn alle über die Börse rede, sind wahrscheinlich auch schon fast alle investiert. Und wenn alle investiert sind, kommt kein frisches Geld mehr an die Börse und die Aktienkurse werden irgendwann fallen.


Fazit:

Ich bleibe langfristig weiterhin positiv eingestellt. Natürlich haben wir in den letzten Jahren schon stark steigende Kursen gesehen und in den letzten 2-3 Jahren eine lange Seitwärtsbewegung oder sogar Kursrückgänge mitgemacht.
Aber für mich ist die Börse ein langfristiges Thema. 2-3 Jahre sind eigentlich schon eine zu kurze Anlagedauer, um halbwegs sicher Kursgewinne zu erzielen.
Aktuell kann man schön verfolgen, wie eine Präsidentenwahl in den USA die Kurse weltweit hoch und runter schickt. Langfristig werden diese Ausschläge aber nur marginal sein.

Meine optimistische Einschätzung ist immer noch, dass wir auf lange Sicht in den Jahr 2025-2030 irgendwann die nächste große Euphorie sehen sollten. Und dann erwarte ich z.B. einen DAX jenseits von 20.000 Punkten.

Der Weg dahin kann aber noch steinig sein. Laut Kostolany ist an der Börse 2 + 2 nicht 4 sonder 5 - 1. Man muss auch die Nerven haben, das Minus 1 aushalten.

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