Analystenbarometer Januar 2016



Seit Anfang des Jahres werte ich das Analystenbarometer von Börse.de aus, bislang sind die Daten aber noch nicht langfristig genug, um daraus Rückschlüsse zu ziehen.

Auffällig ist aber, dass die Analysten aktuell sehr optimistisch eingestellt sind, was ich persönlich eher antizyklisch als negativ interpretiere.
Wenn alle Analysten so optimistisch sind, sollen evtl. eigene Aktien und Aktien von großen Kunden aufgeräumt werden.


Aber bei meinen langfristigen Analysen ist eine Auswertung über den Zeitraum von einem Jahr noch nicht aussagekräftig, sondern nur eine interessante Anekdote am Rande.

Kommentare

  1. Der scheibchenweise Abverkauf könnte darauf deuten, dass die letzten Hartgesottenen verkaufen...
    Aber erlauben Sie mir als regelmäßigen Leser Ihres Blogs und großen "Kostolany-Fan" meine allgemeine Sichtweise zu teilen..

    Wir sind m.E. bereits seit Ende 2014 (DAX ~000) in eine Phase der Übertreibung übergegangen, auch wenn es die diversen Performance Indikatoren nicht zeigen. Das zugrundeliegende Problem ist eine seit Jahren schwellende Deflation (sinkende Sachgüterpreise durch Kontraktion der Schulden), welche seit Jahren vom Mainstream negiert wurde.

    Der Grund, dass DAX&Co überhaupt so gestiegen sind, ist die Manipulation durch die Notenbanken. Wenn diese jetzt wieder versuchen die Welt zu retten (zB. Zinserhöhung rückgängig machen, weiteres QE-Programm,...), wird das sehr schnell verpuffen und den Verfall nur beschleunigen, bis alle schließlich einsehen, "der Kaiser hat ja gar keine Kleider"... ;-).

    Die Probleme haben sich seit der letzten Finanzkrise nur vergrößert... Ursache der Deflation sind, wie angedeutet, die Liquidierung von Schulden und als Folge steigt auch der Dollar. Jedoch dieses Missverständnis führte zum Anstieg von Aktien (Asset-Inflation). Sachgüter wurden zwar gekauft aber in der Regel geleveragt... Die Wertsteigerungen (Aktien, Dollar) wurden missverstanden, da die Schulden nicht gegengerechnet wurden. Davon hat Kostolany auch schon gesprochen... Jetzt müssen Kredite teilw. nachbesichert werden, was zu Verkauf von diversen Assets führt. Dieser deflationäre Verkaufsdruck ist nicht mehr aufzuhalten...

    Es gab daher sehr wohl Exzesse, denn ohne die Manipulation der Notenbanken, wäre die Erholung seit der Finanzkrise nicht so deutlich ausgefallen.

    Ich finde jedoch eine Bereinigung sehr positiv. Zur Zeit findet eine Auslese statt und jene die zu spät reagieren oder die zu wenig Respekt vor dem Markt haben oder wieder mal meinen, alles besser zu wissen, werden wieder auf der Strecke bleiben….

    Denke aber das "Endspiel" wird noch auf sich warten lassen... das größte Problem ist derzeit eine realistische Bewertung der Unternehmen zu finden und das Timing, wenn es richtig knallt.

    Herzliche Grüße
    Dalibor Bulic

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