Investmentfonds Mai 2015, 22. KW

Bei den Aktienfonds-Analyse komme ich immer noch zu einem ähnlichen Ergebnis wie in den Vormonaten. Eine Börseneuphorie ist in Deutschland noch Lichtjahre entfernt.
 
 
Im ersten Chart stelle ich die Netto-Mittelzuflüsse bei deutschen Fonds dar.
 
Hier kann man sehen, dass die rote Linie (Aktienfonds) noch leicht im Minus ist. Also verkaufen die Anleger aktuell immer noch mehr Aktien als sie kaufen.
Und das ist nicht nur den aktuellen hohen Kursen geschuldet, es werden schon seit Jahren mehr Aktien verkauft als gekauft.
Auch wenn die Linie im Plus-Bereich wäre, läge noch keine Euphorie vor. Der Normalzustand müsste eigentlich sein, dass z.B. durch laufende Fondssparpläne usw. immer etwas mehr Fondanteile gekauft als verkauft werden.
 
Ein anderes Ergebnis, welches ich aber schon mal früher erwähnt hatte, ist jedoch eine leichte Risikoverschiebung.
Mischfonds (gelbe Linie) verkaufen sich inzwischen um einige besser als reine Anleihefonds.
Die deutschen Anleger suchen also die Eierlegende-Wollmilchsau. Ein Fonds, der im richtigen Moment zwischen Aktien und Anleihen umschichtet und so weiter und so weiter und so weiter.
 
Ich persönlich halte nichts von Mischfonds. Man sollte seine eigene Mischung suchen. Ich lege z.B. nicht nur in Aktien an, sondern berücksichtige auch festverzinsliche Anlagen.
Wer trotzdem in Mischfonds anlegt, sollte sich mit dem Thema genau beschäftigen. Nur wenige Mischfonds schaffen es tatsächlich einen Mehrwert zu generieren.

 
 



Bei der Gesamtanlage in den jeweiligen Fondsgruppen haben wir ein anderes Bild (zweiter Chart). Hier ist der Wert bei den Aktienfonds schon sehr hoch. Die Ursache sind hier aber nicht Mittelzuflüsse, sondern stark gestiegene Aktienkurse.



Beim dritten Chart sind noch einmal die weltweiten Mittelzuflüsse dargestellt. Hier gibt es nach etwas stärkeren Mittelzuflüssen inzwischen wieder niedrigere Mittelzuflüsse als bei Anleihe- und Mischfonds.
Eine Euphorie sehe ich auch hier noch nicht.

Wobei man die Investmentfonds-Analysen nicht komplett antizyklisch interpretieren darf. Mittelabflüsse sind hier kurz- bis mittelfristig nicht unbedingt ein gutes Zeichen, weil dann natürlich Aktien verkauft werden.



Insgesamt bleibt mein Fazit aber, dass keine Euphorie vorliegt und man somit langfristig weiterhin in Aktien investieren sollte.
Das bedeutet auf Basis dieser Analyse, dass ich mir trotzdem einen Crash in den nächsten Jahren vorstellen könnte. Aber auf Sicht von 5-10 Jahren erwarte ich noch deutlich höhere Kurse.



Vorherige Analyse: http://www.daxtrend.blogspot.de/2015/04/investmentfonds-und-news-april-2015-16.html

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