Umsatzanalyse 2015

Kostolany hat zu Börsenumsätzen grundsätzlich folgende Einschätzung gehabt:

Wenn die Kurse seit längere Zeit mit immer weiter steigenden Umsätzen in die Höhe steigen, dann kann man davon ausgehen, dass die Papiere von den Hartgesottenen in die Hände der Zittrigen gehen.

Je höhe die Umsätze, des mehr. Irgendwann kaufen die Zittrigen von den Zittrigen.

Irgendwann finden sich dann keine Zittrigen mehr und die Zittrigen verkaufen ihre Papiere wieder. Wenn sie keine Käufer finden, verkaufen sie auch zu niedrigeren Kursen.

Die Kurse stagnieren dann oder bröckeln etwas ab. Dann ist der Markt lt. Kostolany überkauft.

Wenn die Kurse fallen und die Umsätze dann stärker anschwellen, gehen die Papiere wieder von den Zittrigen in die Depots der Hartgesottenen. 

Dort bleiben die Aktien erst mal und die Aufwärtsbewegung fängt wieder von vorne an.


Kursrückgänge bei kleinen Umsätzen sind lt. Kostolany schlecht, weil sie einen weiteren Kursrückgang signalisieren.

Kursrückgänge bei großen Umsätzen sind hingegen gut, weil die Papiere in die starken Hände gehen.

Bei steigenden Kursen ist es genau umgekehrt. Bei kleinen Umsätzen befinden sich die Papiere noch in den Depots der Hartgesottenen. Steigen die Umsätze an, dann kommen die Zittrigen auf den Markt.

 

Eigene Einschätzung zur Umsatzanalyse:
Kostolany hat gerne und viel zu steigenden Umsätzen usw. geschrieben und gesagt. Insgesamt halte ich die Umsatzanalyse aber nur für ein Puzzlestück der Börsenanalyse.

Die Umsatzanalyse kann anzeigen, wann eine Euphorie beginnt und wann ein Ausverkauf endet. Aber eine Market-Timing ist mit der Umsatzanalyse definitiv nicht möglich.



Aktuelle Einschätzung des Marktes:
 
 
An Hand der Umsatzanalyse hat man schon beim Neuen Markt eine Übertreibung erkennen können (nicht auf dem Chart sichtbar).

 


Im Chart sieht man bei den täglichen DAX-Umsätzen seit 2007 auch deutlich eine Übertreibung in 2007. (Die Papiere gehen in die Hände der Zittrigen oder sind bereits dort)

Ende 2008 sieht man noch einmal einen schönen Ausverkauf (Die Hartgesottenen sammeln die Papiere ein).

Ab 2009 sind die Umsätze beim DAX auf einem niedrigen Niveau. Aus meiner Sicht haben die Hartgesottenen die Papiere in Ihren Depots.

Den Crash 2011 hat die Umsatzanalyse nicht vorhergesehen. Aber die stark erhöhten Umsätze haben schon den Ausverkauf angezeigt.

Auch die Korrektur 2014 ging mit stark erhöhten Umsätzen einher, auch das würde ich daher noch nicht so negativ bewerten.

Auch kann ich seit 2009 keine nennenswert gestiegenen Umsätze erkennen.


Insgesamt sehe ich auf Basis der Umsatzanalyse somit noch keine Übertreibung.

Die Kleinanleger scheinen noch nicht wieder an der Börse investiert zu sein. Aber sie werden wiederkommen, so war es immer und so wird es immer sein.

Das Fazit der Umsatzanalyse ist daher, dass man weiterhin investiert bleiben sollte (Abwarten – Phase der Begleitung).

Als Chart noch beigefügt die wöchentlichen Umsätze im DAX und die Umsätze im Dow Jones.




Vorherige Umsatzanalyse: http://www.daxtrend.blogspot.de/2014/12/kostolany-analyse-stand-dezember-2014.html

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