Aktienfonds 2015

Kostolany schreibt in seinen Büchern unter anderem, dass es ein Zeichen ist, dass die dritte Phase einer Aufwärtsphase nahe am Ende ist, wenn die Investmentfonds ganz große Geldeinnahmen haben.

Darauf habe ich ursprünglich meine erste Analyse aufgebaut. Tatsächlich muss ich aber auch hier erwähnen, dass man hier nicht so einfach Schlüsse aus den Veröffentlichungen zu Geldeinnahmen bei Investmentfonds ziehen kann.


Bei den BVI-Zahlen fehlen mir eigentlich für die aktuellen Auswertungen die historischen Werte.
Aktuell ist es hier aber immer noch so, dass die Kleinanleger eigentlich immer noch keinen Aktienfonds usw. trauen.
Anleihefonds usw. (Risiko niedrig) sind aber immer immer noch beliebt und Mischfonds usw. (Risiko Mittel) haben inzwischen wieder sehr hohe Mittelzuflüsse.

Insgesamt würde ich diesen Daten aktuell entnehmen, dass die Risikobereitschaft vorsicht steigt (Mischfonds), insgesamt aber die Kleinanlger aber der Börse noch fern bleiben (Mittelabflüsse seit Ende 2011 bei Aktienfonds).






Bei einer langfristigen Analyse der Jahreswerte kann man aber durchaus erkennen, dass Aktienfonds in 2000 extrem angefragt wurden.
Den Crash 2008 oder 2011 hätte man hingegen auch nicht in den Vorjahren zwingend erkennen können.






Das Anlagevermögen in Fondsgruppen zeigt ein ähnliches Bild. Im Jahr 1999/2000 ist der Wert der Anlagen in Aktienfonds rasant angestiegen.
Hintergrund sind hier natürlich zum einen die erheblichen Kursgewinne. Aber sicherlich auch die starken Mittelzuflüsse.
In 2007 und aktuell haben wir erneut sehr hohe Werte, allerdings fehlen uns hier eigentlich die großen Mittelzuflüsse. Die neuen Hochs scheinen tatsächlich fast ausschließlich aus Kursgewinnen zu bestehen.

Interessant ist hier für mich hier aber ein ganz anderer Wert. Jeweils vor dem Crash 2000, 2008 und 2011 sind die Anlagevermögen der Rentenfonds gefallen.
Das mag Zufall gewesen sein, 1998 erkenne ich z.B. keinen vergleichbaren Knick. Aber ich werde es trotzdem weiterhin beobachten.




Bei den internationalen Werten kann man bei den Mittelzuflüssen bei Aktienfonds ebenfalls erkennen, dass man eigentlich nichts erkennen kann.
Ich schließe aber trotzdem aus diesen Werten, dass wir aktuell einfach keine echte Börseneuphorie bekommen wollen.
Bei einer Börseneuphorie, die wir irgendwann wieder haben werden, werden die Mittelzuflüsse sicherlich deutlich ansteigen.




Der langfristige Chart der Investmentfonds-Zuflüsse zeigt wohl deutlicher, was ich meine. Anfang 2000 sieht man hier ein deutliches Top.




Und früher habe ich immer noch die Anzahl der Aktionäre gepostet. Hier habe ich aber auch schon lange keine neuen Zahlen mehr.
Am Chart kann man aber auch gut erkennen, dass es eine sehr schwerfällige Auswertung ist. Gleichzeitig unterstützt diese Auswertung aber fast mehr als alle anderen Werte meine Einschätzung.
Im Jahr 2000 hatten wir eine extreme Börseneuphorie, wie wir sie früher noch nicht gesehen hatten. Nach dem Einbrechen des Neuen Marktes kam der große Frust der Kleinanleger.
Diese extremen Werte sehen in anderen Staaten anders aus, nicht so extrem. Es sind hier wohl wieder die "stupid germans", die vor allem beim Neuen Markt ausgenommen wurden.

Aber jedenfalls haben viele Anleger ihre Finger verbrannt und wollen von Aktien nichts mehr wissen. Und meine Einschätzung ist, dass die meisten dieser Anleger auch nicht zurückkommen. Vielleicht zwingen die niedrigen Zinsen die Anleger wieder in die Aktien.
Wahrscheinlich wird die neue Euphorie aber durch die nächste Generation getragen, die bislang noch nicht so aktiv an der Börse waren.





Die Analyse der Aktienfonds ist sicherlich eine Analyse der ganz großen Wellen. Ein Market-Timing ist damit wohl nicht möglich. Aber vielleicht kann ich mit dieser Analyse vor dem nächsten "Neuen Markt" warnen.

Aktuell sehe ich aber keine Übertreibung. Auch hier bleibt es daher bei Phase der Begleitung bzw. "Halten"


Vorherige Analyse der Aktienfonds: http://www.daxtrend.blogspot.de/2014/08/kostolany-analyse-stand-august-2014.html

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