Margin Debt Stand August 2014

Die NYSE hat die neue Daten zur Margin Debt veröffentlicht, dieses mal mit etwas Verspätung.

Bei der Margin Debt sehen wir an der NYSE weiterhin leicht steigende Werte, aber auch der August-Wert bleibt knapp unter dem Höchstwert Februar 2014.

Insgesamt bleibt die Margin Debt auf einem sehr hohen Niveau, trotzdem sehe ich aktuell hier kein Crash-Signal. 

Dass die Margin Debt steigt, ist bei steigenden Aktienkursen nicht ungewöhnlich. Der Gegenwert (Aktiendepots der Kunden) steigen ja ebenfalls und ermöglichen höhere Kreditaufnahmen.

Im August stieg das Margin Debt auf stolze 463.018 Mio. $, oder auch 463 Mrd. $.

Gleichzeitig stieg die „Guthaben“ insgesamt etwas an. Credit Balance auf Wert Credit Balances auf 149,2 Mrd. $ nach 147,0 Mrd. $ im Vormonat, Free Credit cash accounts fielen leicht von 131,0 auf 130,7 Mrd. $.

Im Gesamtbild der Echtdaten seit 2003 sieht man jedoch deutlich, dass das Guthaben seit dem Peak im Februar 2014 abgenommen hat, die Margin Debt jedoch schon wieder auf dem alten Stand ist.




Der zweite Chart zeigt nur den Saldo zwischen der Margin Debt und den „Guthaben“, dieser Saldo zeigt eine deutlichere Übertreibung an. Die Peaks in 2008 und 2011 werden hier deutlich überflügelt.






 
Echtzahlen sehen meiner Meinung nach aber immer beängstigender aus, weil diese langfristig immer steigen.

Der nächste Chart zeigt daher, wie sich der o.g. Saldo im Verhältnis zum S&P verändert hat. Hierzu habe ich den Saldo einfach durch den jeweiligen S&P-Stand geteilt. Wie schon erwähnt ist meine Meinung, dass ein höherer Aktienwert auch höhere Aktienkredite ermöglichen kann und wird.

Aber auch hier kann man gut sehen, dass die Differenz zwischen Margin Debt – Guthaben in 2013/2014 deutlich gestiegen ist.
 


Das muss auch kurzfristig kein Crash-Signal, aber trotzdem natürlich für den Aktienmarkt nicht gesund.

 

Und zu guter Letzt noch einmal ein ganz langfristiger Chart. Hier konnte ich aber nur den Saldo vom Margin Debt zum Free Credit darstellen, da der Wert Credit Balances erst seit 2003 gemeldet wird.

Auch hier sieht man aktuell sehr gut, dass die Margin Debt aktuell schon recht hoch ist:

 



Aber auch hier gilt für mich, dass es trotzdem kein eindeutiges Crash-Signal ist, sondern nur eine Warnung.

Die Warnung lautet, es kann nicht ewig so weitergehen. Aber es sagt einem leider niemand, wann der Crash kommt.


Denn eines vergisst man gerne, wenn man sich solche Charts anguckt. Die Höchstwerte waren in den meistens Fällen hervorragende Ausstiegszeitpunkte. Aber bei Höchstwerten muss man immer daran denken, dass ein Höchstwert erst dann erkannt wird, wenn es danach wieder runterging.


Auch zu beachten sind die historisch niedrigen Zinsen. Bei niedrigen Zinsen mögen Anleger eher dazu verleitet werden Aktien auf Pump zu kaufen.

Aber hier gilt dann auch, dass Zinserhöhungen in diesen Fällen eine gefährliche Kettenreaktion auslösen können.

 

Mein Fazit bleibt auf jeden Fall, dass die Margin Debt schon ein gefährliches Level erreicht hat. 

Aber für Leser meines Blogs kann ich leider nicht sagen, wann der perfekte Ausstiegszeitpunkt erreicht ist.


Die letzte Analyse zum Margin Debt kommt aus dem Juni: http://daxtrend.blogspot.de/2014/06/margin-debt-steigt-wieder.html

Nächste Analyse zum Margin Debt Oktober (Daten September): http://daxtrend.blogspot.de/2014/10/margin-debt-stand-september-2014.html

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